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DIE GARDE

Die Mainzer Prinzengarde – Aus Tradition

Die Mainzer Prinzengarde spielt eine wichtige Rolle im tollen Mainzer Fastnachts-Treiben.

Zu den herausragenden Veranstaltungen gehören die 2 großen Gardesitzungen, die 2014 neu ersonnene FASTNIGHT und der tradionelle Prinzengardeball, die alle für sich, einen Höhepunkt der närrischen Zeit markieren.

Der Marsch des Garderegiments sowohl im Saal als auch auf der Gass ist neben seiner Farbenpracht immer wieder Beweis für den Zusammenhalt des Vereins und den Spaß, den die Mitglieder miteinander und mit den Mainzer Bürgern haben.

Die Trommler – Gute Laune-Rhythmus

Seit Gründung verfügt die Mainzer Prinzengarde stets über ein eigenes, nur aus Trommlern bestehendes Korps. Der Trommler ist daher zur Symbolfigur der Garde geworden.
Trommeln haben in der Militärgeschichte eine lange Tradition, die bis in die Antike zurück geht und als weithin hörbare Signal- und Nachrichtenübermittler unverzichtbare Bestandteile militärischer Kommunikation. Ebenso war es ein Bestandteil höfischen Zeremoniells.
Die rhythmische Untermalung der Trommeln wurde ein unverzichtbares Instrument für den Tagesablauf der Soldaten: sowohl als Anfeuerung im Kampf als auch innerhalb der individuellen Märsche als Erkennungszeichen der Züge. Teilweise wurde auf Geheiß des Tambourmajors ohne Unterlass gespielt.
Seinen Stock schwingend schreitet der Tambourmajor gemessenen Schrittes den Trommlern voran. In Kunst und Literatur wird dieser Position gedacht: z.B. Heinrich Heine verewigte diese Figur in seinem Gedicht „Der alte Tambourmajor“. Den Stock – auch Tugh genannt – der Mainzer Prinzengarde ziert ein geschnitztes Kaspergesicht mit Spitzhut – das „Hännesje“ – das von unseren Kadetten heiß und innig verehrt wird.
Viele Vorbilder aus der Militärmusik sind von den Mainzer Fastnachtsgarden als Persiflage übernommen worden – so etwa die „Reveille“. Diese wurde ab Tagesanbruch von sämtlichen Trommlern im Lager als Signal geschlagen. Das Trommlerkorps der Prinzengarde hatte diesen Brauch bis in die 1960er Jahre beibehalten: Beim Hellwerden zog es vor das Quartier des Gardegenerals und trommelte was das Zeug hielt! Nach Verabreichung fester und vor allem flüssiger Nahrung zog man weiter, was dazu führte, dass die Trommler oftmals locker und beschwingt zu den Umzügen antraten. Dieser Brauch brachte dem Trommlerkorps der Prinzengarde den Spitznamen „Meenzer Wecker“ ein. Neben einer ganzen Reihe an klassischen Militärmärschen führt das Trommlerkorps aber auch das militärische Gehabe persiflierende Stücke im Programm, wie das so genannte „Nudelsche“.

Das Gardeballett

Das Gardeballett hat in der Mainzer Prinzengarde eine lange Tradition. Im Jahr 2017 wurde der Gardetanzt wieder aktiv aufgelebt. Unter Leitung von Miriam Lautz tainierten vierzehn Prinzgardisten eine Choreographie ein, die bei den Auftritten das Publikum zum jubeln brachte.